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Familienbett & Co-Sleeping: Sollen wirs wirklich machen?

Alle in einem Zimmer und in einem Bett - sollen wir das wirklich machen? Die Entscheidung für oder gegen ein Familienbett trifft man als Familie. Neben vielen positiven Aspekten gibt es einige Punkte, die von jedem Elternteil individuell und auch gemeinsam als Paar durchdacht werden sollten. Wir haben mit Schlafcoach Tanja Schierlinger von SleepingLittlePanda über Vor- und Nachteile von Co-Sleeping und Familienbett gesprochen und räumen mit Mythen rund um das Thema auf. Damit ihr entscheiden könnt, was das Richtige für eure Familie ist.
Familienbett & Co-Sleeping: Sollen wirs wirklich machen?

 

Co-Sleeping & Familienbett: Was ist was?

Familienbetten und Co-Sleeping, das Prinzip, dass Kinder und Eltern im selben Bett oder im selben Raum schlafen, können in der Elternschaft kontroverse Diskussionen auslösen. Aber was ist Co-Sleeping überhaupt und was versteht man unter einem Familienbett?

Definition Co-Sleeping

Der Begriff Co-Sleeping bezieht sich allgemein auf die Praxis, bei der Eltern und Kinder im selben Raum schlafen, jedoch nicht notwendigerweise im selben Bett. Es gibt verschiedene Formen des Co-Sleepings, darunter:

  1. Room-Sharing: Das Kind schläft in einem eigenen Bett oder Beistellbett im selben Raum wie die Eltern.

  2. Bed-Sharing: Das Kind schläft zusammen mit den Eltern im selben Bett (Familienbett).

Definition Familienbett

Das Familienbett ermöglicht eine der eben genannten Formen des Co-Sleepings, das Bed-Sharing, bei der Eltern und Kinder gemeinsam im selben Bett schlafen. Dies kann ein großes Bett oder eine Kombination mehrerer Betten sein, die genügend Platz für alle bieten.


Co-Sleeping & Familienbett: Pro und Contra

Sollten Babys so früh wie möglich in ihrem eigenen Bett schlafen oder besser bei den Eltern im Bett? Können Kinder zu sehr verwöhnt und zur Unselbständigkeit erzogen werden, wenn Eltern sie bei sich im Zimmer oder sogar im Elternbett schlafen lassen? Fragen über Fragen, die (werdende) Eltern umtreiben.

Das Gute ist, die Antwort liegt irgendwo dazwischen und fängt an mit "das kommt ganz darauf an..." Aber worauf genau kommt es denn an? Bevor wir der Frage nachgehen, ein kleiner Exkurs, wie das Thema Schlafen in anderen Kulturen und auch früher bei uns in der westlichen Kultur gehandhabt wurde.


Schlafcoach Tanja Schierlinger von SleepingLittlePanda. Sie bietet bindungsorientiertes Schlafcoaching und hat uns bei diesem Artikel als Expertin fachlich unterstützt. Danke!

Schlafcoach Tanja sagt, "Die meisten afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Kulturen schlafen im Familienbett, ohne groß darüber nachzudenken. Es gilt als normal, ein Bett zu teilen – häufig bis zum 6ten Lebensjahr oder länger. Das Schlafen in der Gemeinschaft entspricht der Natur des Menschen seit Millionen von Jahren. Erst mit der fortschreitenden Industrialisierung der westlichen Länder, der Veränderung des Lebensrhythmus und Arbeitsstils entstand eine neue Wohn- und Schlafkultur."

Insgesamt ist es für Eltern bzw. werdende Eltern wichtig, sich beim Thema Schlafen mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinanderzusetzen. Wie Schlafcoach Tanja sagt, sind dabei die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Schlaforte aufzuzeigen, denn nur die Familie selbst - und damit jedes Elternteil auch individuell - kann dann auf Basis ihrer Lebensumstände entscheiden, was der richtige Weg ist. Dabei sollte natürlich stets die Sicherheit und Gesundheit des Kindes bedacht werden.

"(...) Und bei uns wäre das ganz sicher so nicht möglich ohne diese großartige Erfindung namens Familienbett. Die eigentlich gar keine Erfindung ist, sondern ein neuer Name für eine uralte Idee: dass die ganze Familie zusammen schläft, in einem Bett. Das war bis vor knapp 200 Jahren auch in Deutschland die Regel – und gilt heute als ziemlich exotisch."

Nora Imlau (Zitat aus dem Blogpost Zum Glück: Familienbett.)

Vorteile des Familienbetts

Wie Schlafcoach Tanja erklärt, brauchen Babys gerade im ersten Lebensjahr sehr viel Co-Regulation, um ein- und weiterzuschlafen (Schlafzyklen verbinden), denn (...) "Schlaf bedeutet für ein Baby so viel wie „Trennung“ – das erklärt, warum Babys häufig Co-Regulation in Form von Nuckeln, Tragen oder Kuscheln benötigen, um „loslassen“ zu können." Vor allem "die ersten 3 Lebensmonate werden auch das „vierte Trimester“ genannt, da diese Monate wie eine Art „Verlängerung“ der Schwangerschaft zu verstehen sind. Ein Baby darf erstmal auf der Welt ankommen mit all den neuen Reizen. Aus dem Mutterleib sind dem Baby monotone Geräusche und sanfte Bewegungen bekannt. Es hilft einem Baby, wenn es in den ersten 3 Monaten sehr viel Körperkontakt erhält und bekannte Geräusche imitiert werden. wie z.B. durch White Noise." (Anmerkung der Redaktion: White Noise für Babys ist ein gleichmäßiger, beruhigender Klang, der Umgebungsgeräusche überdeckt und hilft, leichter ein- und durchzuschlafen.)

Das Familienbett kann daher insbesondere in den ersten Lebensjahren des Kindes zahlreiche Vorteile haben.

Alle Vorteile im Überblick

  1. Stärkung der Bindung: Das gemeinsame Schlafen kann die Eltern-Kind-Bindung stärken. Kinder fühlen sich sicher und geborgen, wenn sie die Nähe ihrer Eltern spüren.

  2. Schlafqualität: Der Schlafrhythmus von Mama und Baby gleicht sich in vielen Fällen an, somit können auch die Eltern von "ruhigem“ Schlaf profitieren, da sie auch nicht so häufig aufwachen.

  3. Stillfreundlichkeit: Gerade für stillende Mütter kann das Familienbett praktisch sein, um nächtliches Stillen zu erleichtern.

  4. Sicherheit und Überwachung: Eltern können schneller auf die Bedürfnisse ihres Kindes reagieren, sei es beim nächtlichen Füttern oder bei gesundheitlichen Problemen. Das Gefühl, das Kind neben sich zu haben, kann beruhigend wirken.

"Fakt ist: das gemeinsame Schlafen in unmittelbarer Nähe zu den Bezugspersonen ist naturgegeben und gibt einem Baby enorm viel Sicherheit – oder um es anders und klarer zu formulieren: früher hat es den Babys das Leben gesichert. Und auch heute gibt es viele Vorteile des Familienbettes, auch wenn es gleichzeitig nicht für JEDE Familie die optimale Lösung ist."

Schlafcoach Tanja, Sleeping Little Panda

Zu bedenkende Punkte

Gleichzeitig sind jedoch Sicherheitsvorkehrungen und individuelle Bedürfnisse wichtige Aspekte, die berücksichtigt werden müssen.

  1. Sicherheit: Einrichten eines sicheren Schlafbereichs, wie z.B. feste Matratze, keine Kissen und schweren Decken wegen Erstickungsgefahr, Rausfallschutz, keine Haustiere im Bett, immer ein Elternteil zwischen zwei Kindern (hierzu mehr im Absatz Vorkehrungen für sicheres Schlafen im Familienbett).

  2. Platzbedarf: Gemeinsames Schlafen erfordert ein großes Bett oder mehrere Betten, um ausreichend Platz für alle Familienmitglieder zu bieten.

  3. Schlafstörungen: Eltern könnten durch die Bewegungen und Geräusche der Kinder gestört werden.

  4. Unabhängigkeit: Einige Stimmen sind der Meinung, dass die Entwicklung der Selbstständigkeit und Unabhängigkeit durch eine gemeinsame Schlafumgebung erschwert sein kann (dazu weiter unten auch die Meinung von Schlafcoach Tanja).

  5. Privatsphäre: Möglicher Verlust von Privatsphäre für die Eltern (zumindest im Bett).

  6. Sicherheitsvorkehrungen für Erwachsene: Eltern sollten keinen Alkohol oder Drogen konsumieren und nicht rauchen, wenn sie im Familienbett schlafen.

"Und unser Liebesleben? Fand schließlich auch früher nicht nur im Schlafzimmer statt."

Nora Imlau (Zitat aus dem Blogpost Zum Glück: Familienbett.)


Babyschlafsack sorgt für sicheren Schlaf auch im Familienbett.Ab welchem & bis zu welchem Alter sollten Kinder im Familienbett schlafen

Unsere Expertin Schlafcoach Tanja weiß, auch hier gibt es kein Falsch oder Richtig, und die Entscheidung trifft jede Familie selbst und auch anders. Sie sagt, "(...) es zählen hier zum einen die Bedürfnisse des Kindes, aber auch die der Eltern! Der Übergang ins eigene Bett kann folglich in jedem Alter stattfinden – ob nun mit 12 Monaten, mit 24 Monaten oder erst mit 5 oder 6 Jahren."

Tanja gibt zu bedenken, dass es hier auch zwischen den beiden Elternteilen Meinungsverschiedenheiten geben kann. Auch dieser Umstand muss berücksichtigt und nach passenden Lösungen gesucht werden.

"Der Umstieg auf das eigene Bett ist meiner Erfahrung nach in den ersten Tage und Wochen immer mit Frust verbunden, der begleitet werden darf. Wichtig ist hierbei eine klare Entscheidung und Haltung der Eltern. Es gibt bindungsorientierte Wege, einem Kind den Übergang möglichst leicht zu machen."

Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder

Generell sind sich Experten einig, dass das gemeinsame Schlafen sich positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirkt, z.B. auf

  • die emotionale Sicherheit: Kinder, die in einem Familienbett schlafen, entwickeln oft ein starkes Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, was sich positiv auf ihre emotionale Entwicklung auswirken kann.

  • das Sozialverhalten: Die Nähe und intensive Bindung können das Sozialverhalten positiv beeinflussen. Kinder, die sich sicher und geliebt fühlen, zeigen oft ein ausgeglicheneres Verhalten.

Es gibt allerdings auch Stimmen, die sagen, dass sich das gemeinsame Schlafen in einem Bett negativ auf die Selbständigkeit von Kindern auswirken kann. Wir haben Schlafcoach Tanja, die weder das Familienbett noch das Schlafen im eigenen Bett befürwortet, daher gefragt, inwieweit es ihrer Ansicht nach Auswirkungen auf die Unabhängigkeit und Selbstständigkeit von Kindern haben kann.

"Eine negative Auswirkung auf die Selbstständigkeit im Alltag konnte ich bisher nicht beobachten im Rahmen meiner Praxisarbeit. Ich bin davon überzeugt, dass man die individuelle Familiensituation sowie deren Wünsche, Vorstellungen und Rahmenbedingungen berücksichtigen muss, um festzustellen, welcher Schlafort für die ganze Familie am besten geeignet ist."

Zur Veranschaulichung nennt sie folgende Praxisbeispiele auf:

"Ein geräusch- oder bewegungsempfindliches Baby wird gegebenenfalls im Familienbett bei jeder Bewegung der Eltern (oder auch Schnarchen) wach und dieser Umstand belastet die Eltern sehr. In so einem Falle kann es für alle Familienmitglieder besser sein, wenn das Baby oder Kleinkind in einem eigenen Bettchen schläft. Hier konnte ich schon sehr oft beobachten, dass das Baby damit mehr aufeinanderfolgende Schlafzyklen verbinden kann ohne zwischenzeitlich erneute Co-Regulation zu benötigen.

Gleichzeitig gibt es auch Mamas und/oder Papas mit sehr störanfälligem Schlaf. Nachdem es normal ist, dass Babys sich viel in den aktiven REM Schlafphasen befinden und hier Erlebtes verarbeiten durch Bewegung oder Geräusche wie kurzes Aufweinen oder Quengeln, führt das bei betroffenen Eltern zu häufigem Erwachen. Oftmals finden die Betroffenen auch nicht gleich wieder in den Schlaf und sie haben somit das Gefühl, sie schlafen so gut wie „gar nicht“ in der Nacht. Das kann für die Betroffenen zu einer großen Belastung werden. Hier können getrennte Betten ebenfalls eine deutliche Entspannung der Schlafsituation mit sich bringen.

Für andere Familien ist das Familienbett ein absoluter Segen, da sowohl das Baby besser schläft als auch die Mama/der Papa.

Ihr Fazit lautet, dass es für sie nicht die EINE pauschale Lösung in Hinblick auf das Thema Bett/Schlafort gibt und auch kein pauschales Richtig oder Falsch.

"Ich konnte bisher durch meine Praxiserfahrung keine gravierenden Unterschiede feststellen im Bindungsverhalten oder auf emotionaler Ebene je nach Schlafort des Babys. Hier spielen viele andere Faktoren eine mindestens genauso starke Rolle: Interaktion mit dem Kind, Erziehungsstil, Begleitung von Emotionen im Alltag, Kommunikation auf Augenhöhe, Gewaltfreie Kommunikation und viele mehr."Ein Bett für die ganze Familie.

SIDS - Höheres Risiko im Familienbett?

Häufig liest man auch, dass das Schlafen im selben Bett das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS) erhöhen kann, insbesondere wenn bestimmte Sicherheitsvorkehrungen nicht beachtet werden.

Nora Imlau, Journalistin, Autorin und Expertin für bindungsorientierte Elternschaft, schreibt auf ihrem Blog, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Unicef nach Auswertung sämtlicher Studien zum Thema junge Eltern zum Familienbett ermutigen. "Mütter, die direkt bei ihren Babys schlafen, stillen häufiger und längere Zeit – und Stillen senkt das Risiko des plötzlichen Kindstods um bis zu 50 Prozent." (...) "Mütter schützen ihre Babys im Familienbett intuitiv durch unbewusste Berührungen sowohl vorm Überhitzen als auch vor Atemstillständen in extremen Tiefschlafphasen – beides ist seit langem als SIDS-Risikofaktor bekannt."

Hier auch zwei interessante Artikel des Kinderarztes, Wissenschaftlers und Autors Dr. Herbert Renz-Polster zum Thema Plötzlicher Kindstod und Elternbett und Neue SIDS Studie - es kommt Bewegung in die Elternbett-Frage!

So kontrovers das Thema gemeinsames Schlafen sein mag, eines steht fest: Ob mit Babybett, Beistellbett oder Familienbett – jede Familie muss auf ihre eigenen Bedürfnisse eingehen und die Entscheidung so treffen, dass alle gut schlafen können. Wie auch Nora Imlau sagt, es gibt keinen Grund aus Angst etwas falsch zu machen, auf das Familienbett zu verzichten, solange alle Punkte zum Thema Sicherheit beachtet werden.


Vorkehrungen für sicheres Schlafen im Familienbett

Um den oben im Artikel aufgeführten Contras die Stirn zu bieten und alle Vorteile des Familienbetts genießen zu können, gibt es ein paar Sicherheitsaspekte, die beim Schlafen in einem gemeinsamen Bett beachtet werden müssen:

  • Keine zusätzlichen Kissen und Decken: Diese können gefährlich für Babys werden. Die Gefahr, dass das Baby unter Kissen oder Decken gerät und im schlimmsten Fall keine Luft mehr bekommt, ist zu groß. Das gilt nicht nur fürs Familienbett, sondern auch wenn das Baby im eigenen Bett schläft. Deshalb haben Dekokissen und große Kuscheltiere im Bett nichts verloren.

  • Baby schläft im Schlafsack: Babys sollten ohne Kissen und Decke im eigenen Schlafsack schlafen.

  • Feste Matratze: Die Matratze sollte auf keinen Fall zu weich sein, ein Einsinken sollte vermieden werden. Wenn das Elternbett aus zwei Matratzen besteht, sollte es dazwischen keine Lücke geben. Am besten ist eine große durchgehende Matratze fürs Familienbett. Wasserbetten eignen sich nicht als Familienbett.

  • Schlafposition: Bezugsperson und Baby sollten beide entweder in Rückenlage oder in Seitenlage, die Gesichter zueinander gerichtet schlafen.

  • Absicherung des Familienbettes (Rausfallschutz): Das Familienbett muss an allen Seiten ausreichend gut abgesichert sein. Hier gibt es viele Möglichkeiten. Gerade in den sogenannten „Turnmonaten (9-13)“  ist es essentiell, dass es hier keine Sicherheitslücken gibt.

  • Alkohol-, Drogenkonsum & Rauchen: Wenn ihr als Eltern raucht, Alkohol getrunken oder Drogen konsumiert habt oder starke Medikamente einnehmt, sollte euer Kind nicht bei euch im Bett schlafen.

  • Schlafzimmer-Temperatur: Die ideale Temperatur fürs Schlafzimmer liegt bei 16 bis 18 Grad.

  • Kinder nicht nebeneinander: Wenn ein größeres Geschwisterkind mit im Bett schläft, sollte es nicht direkt neben dem Baby liegen.

  • Haustierverbot: Haustiere haben im Familienbett nichts verloren.

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Mythen rund ums Familienbett

Zum Schluss wollen wir noch mit häufigen Mythen oder Missverständnisse rund um das Familienbett aufräumen. Daher haben wir Schlafcoach Tanja gefragt, welche ihr am häufigsten begegnen und wie sie diese entkräftet.

  1. Mythos: Im Familienbett besteht die Gefahr, mein Kind im Schlaf zu erdrücken

"Ich begegne häufig der Angst von Eltern, dass sie ihr Kind möglicherweise „erdrücken“. Diese Angst wird häufig von den Vätern genannt. Hier kläre ich auf, wie man das Risiko minimieren kann durch die oben genannten Sicherheitsvorkehrungen."

  1. Mythos: Schläft das Kind einmal im Elternbett, bekommt man es nie mehr raus

"Die Angst, dass die Eltern das Kind dann „gar nicht mehr aus dem Elternbett bekommen“ entkräftige ich mit Vergleichen wie z.B. mit dem Schnuller: Man dürfte einem Baby folglich auch keinen Schnuller anbieten, wenn man bereits vor dem Start Angst vor der späteren Entwöhnung hat. Eine Veränderung einer Gewohnheit führt meist zu Frust und Gefühlsäußerungen – aber es gibt tolle Wege, wie man diese Veränderung bindungsorientiert begleiten kann. Auch hier gilt wieder: jedes Kind ist ein Individuum und wir können die individuellen Reaktionen auf eine Veränderung nicht immer antizipieren. Manche Kinder nehmen den Bettenwechsel überraschenderweise ohne größere Probleme an, andere brauchen mehr Zeit und man geht folglich besser super kleine Schritte für den Übergang. Aber es gibt immer einen Weg, der die Bedürfnisse alle Familienmitglieder berücksichtigt.

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Suche nach dem passenden Familienbett: Entscheidungshilfen

Wenn du jetzt noch das Gefühl hast, du weißt nicht, wie du bzw. ihr am besten an den Entscheidungsfindungsprozess herantreten sollt, haben wir ein paar Fragen für euch als Hilfestellung zusammengestellt:

  1. Platz: Ist genug Platz im Schlafzimmer für ein Beistellbett oder ein großes Familienbett?

  2. Schlafgewohnheiten: Sind wir bereit, mögliche Schlafstörungen durch die Bewegungen und Geräusche des Kindes in Kauf zu nehmen?

  3. Sicherheit: Sind wir in der Lage, alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen?

  4. Langfristige Planung: Haben wir einen Plan, wie und wann das Kind in ein eigenes Bett oder Zimmer übergehen soll? Steht vielleicht ein Umzug an bzw. sollte ein zukünftiger Umzug mitbedacht werden?

  5. Persönliche Präferenzen: Fühlen wir uns mit der Idee eines gemeinsamen Bettes oder Zimmers wohl und sind wir bereit, die nötigen Anpassungen vorzunehmen?

  6. Budget: Was passt besser ins Budget?

  7. Flexibilität: Sind wir bereit, flexibel zu sein und die Schlafarrangements anzupassen, wenn sich die Bedürfnisse unseres Kindes ändern?

  8. Familienalltag: Passt das Co-Sleeping oder Familienbett in unseren täglichen Ablauf und unsere Lebensweise?

Die Entscheidung für ein Familienbett ist gefallen? Dann geht jetzt die Suche los nach dem perfekten Familienbett. Wir bei Ehrenkind haben sowohl Familienbetten in Größe 270 x200 cm und 360 x200 cm als auch Babybetten, die mit wenigen Handgriffen zu Beistellbetten werden. Unsere modularen Familienbetten sind beispielsweise so konzipiert, dass die Betten auch nach der Co-Sleeping-Zeit noch für lange Zeit weiter zum Einsatz kommen können. Das optional erhältliche Rückbau-Set ermöglicht es, das Familienbett ganz einfach den Bett-Modulen entsprechend in Einzel- und Doppelbetten umzubauen. Aus einem 270 x200 cm Familienbett wird z.B. ein vollwertiges Doppelbett (180 x200 cm) fürs Elternschlafzimmer und ein Einzelbett (90 x200 cm) fürs Kinderzimmer oder drei einzelne Betten in 90 x200 cm.

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